Cecilia Foundation Uganda: Berufsschule

Anfang 2021 wurde der NGO Cecilia Foundation Uganda und dem Cecilia Fördeverein Uganda e.V. von Mitgliedern der Cecilia Foundation Uganda ein kleines einstöckiges und ein großes dreistöckiges Gebäude im Rohbau geschenkt. Hieraus wurde ein neues Projekt geplant.  

Vorgesehen war in Nalukolongo, einem Vorort von Kampala, ein Gemeindezentrum. Durch die Pandemie und den fast 2-jährigen Lockdown mit Schulschließungen in Uganda gingen die Überlegungen des sich im Rohbau befindenden Gebäudes der Eigentümer in eine ganz neue bedarfsorientierte Richtung, den Bau einer Berufsschule für junge Mädchen und Frauen. Für ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit wird es jetzt besonders wichtig ihnen zu ermöglichen einen praktischen Beruf mit kaufmännischen Kenntnissen zu erlernen. Für die schnellstmögliche Umsetzung  wurden die beiden Gebäude von den Eigentümern,  zwei Mitgliedern des Vereins, der Cecilia Foundation und dem Cecilia Förderverein Uganda überlassen. Die Gebäude umfassen ein einstöckiges Gebäude mit 6 Zimmern und ein dreistöckiges Gebäude mit großem Saal und 18 Räumen.

Projektplan für 2022-2023

Ein Ausbildungszentrum, zuerst für Mädchen und junge Frauen, mit kleinem Verwaltungsraum für die NGO wird für 2022 geplant. Es stehen schon 2 Gebäude; ein einstöckiges und ein dreistöckiges Gebäude. Die 2 Gebäude werden zunächst fertig gebaut damit die Ausbildung beginnen kann.

 

Architektonische Skizzen: PDF 1PDF 2PDF 3

Kostenaufstellung

Bautagebuch - und Bau-Entwicklung

Warum ein Ausbildungszentrum sehr wichtig ist

Zustand:

Bildung in Uganda ist kein Privileg. Obwohl viele Kinder zur Schule gehen wollen, fehlen ihnen leider die Mittel. Das ugandische Bildungssystem ist nicht in der Lage, die grundlegenden Lernbedingungen zu schaffen. Ich hoffe, dass diejenigen, die sich schon lange mit den Problemen Ugandas befassen, diese bereits kennen. Der Mangel an Schulgeld, Lehrern, Lehrmitteln und sanitären Einrichtungen sind die häufigsten Probleme.

Mädchen und junge Frauen haben es besonders schwer. Viele brechen die Schule ab, weil die Kosten für den Schulbesuch zu hoch sind, weil sie Kinderarbeit leisten müssen, weil sie missbraucht werden, weil sie ungeplant schwanger sind, weil sie gesundheitliche Probleme haben, weil sie missbraucht werden usw. Sie werden nicht ermutigt und unterstützt, sich weiterzubilden. Auch heute noch werden viele früh verheiratet. Ihre Aufgabe besteht vielmehr darin, zunächst für ihre Geschwister und später für ihre eigenen Familien zu sorgen. Und jetzt Corona! Wegen der Pandemie haben unsere Kinder fast 2 Jahre ohne Schule verbracht. Der Schaden, den die Corona-Pandemie in unserem Heimatland hinterlassen hat, ist unvorstellbar.

Aufgrund des schlechten Bildungssystems ist es für viele Kinder und Jugendliche fast unmöglich, einen Beruf zu erlernen und so dem Kreis der Armut zu entkommen. Sie werden an den Rand der Existenz gedrängt: Arbeitslos, Aufsichtslos und ohne Perspektive. 

 

Ziel und Bedeutung:

Geplant ist der Bau eines Ausbildungszentrums für junge Menschen in Uganda, um ihnen aus diesem Elend zu helfen. Sicherlich werden wir viele von ihnen unterstützen können, die ihre Schulausbildung nicht abschließen konnten/können. Das Ausbildungszentrum wird die Lebensperspektive vieler langfristig verbessern. 

In dieser Einrichtung werden sie verschiedene praktische Berufe und wirtschaftliche Grundkenntnisse erlernen. Später werden diese Männer und Frauen in der Lage sein, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen (Selbstständigkeit). Es sei darauf hingewiesen, dass Kinder und Jugendliche, die das Ausbildungszentrum besuchen, durch bessere Beschäftigungschancen und schnellere Wege in die Arbeitswelt profitieren. Ein solches Ausbildungszentrum bietet einfach viel mehr als jede andere Schuleinrichtung.

Unser Zentrum wird mehrere Ausbildungsgänge anbieten: Dazu gehören Schneidern, Weben, Stricken, Frisieren, Kochen, Backen, Sprachen, Schreinern, Maurerarbeiten, usw.

(Verfasst von Simon Mbeera, Beiratsmitglied Cecilia Förderverein Uganda e.V.)